04/06/2020
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Laut einer Bitkom-Studie könnte die Digitalisierung Millionen von Arbeitsplätzen in Deutschland kosten. Bis 2023 werden wahrscheinlich Millionen von Arbeitnehmern ihren Arbeitsplatz verlieren und durch Roboter und KI-Algorithmen ersetzt werden. Zusammen mit Südkorea und Japan ist Deutschland aber dennoch am besten auf die kommende Welle der Automatisierung vorbereitet. Die USA hingegen liegen erst auf Platz 9 von insgesamt 25 Ländern. Die am stärksten gefährdeten Länder sind Mexiko, Vietnam und Indonesien.

Wie wirkt sich die KI auf reiche und wie auf arme Länder aus?

Die sich abzeichnenden Fortschritte in der Robotik, der künstlichen Intelligenz und der Automatisierung könnten in den nächsten Jahrzehnten viele Jobs überflüssig machen bzw. die vorhandenen Arbeitsstellen ersetzen. Im schlimmsten Fall könnten weltweit 800 Millionen Arbeitsplätze verloren gehen. Sowohl sehr reiche als auch sehr arme Länder werden in der kommenden Zeit massive Veränderungen erleben. Reiche Länder fügen schnell Roboter hinzu und verfügen über die Ressourcen, um ihre Bevölkerung auf kommende Veränderungen vorzubereiten. Arme Länder haben dagegen weniger Massenproduktion, die durch Automatisierung gefährdet ist.

Das Aufkommen hochintelligenter Technologien hat den Diskussionen über die zukünftige Automatisierung eine neue Dimension verliehen. Eine große Anzahl von Stellen und Berufen, die heute noch von Menschen besetzt werden, werden möglicherweise durch Maschinen und Software ersetzt. Die Studie des IT-Branchenverbandes Bitkom prognostiziert, dass die Digitalisierung in den nächsten fünf Jahren voraussichtlich rund 3,4 Millionen Arbeitsplätze in Deutschland betreffen wird.

Welche Auswirkungen hatte die KI bereits auf Deutschland?

Die stärkste Volkswirtschaft Europas, die im Dezember 2017 mit rund 44,5 Millionen erwerbstätigen Menschen Rekordergebnisse auf dem Arbeitsmarkt erzielte, wird nun von der KI bedroht. Der altmodische 8-Stunden-Arbeitstag in Deutschland sowie die Hälfte der Arbeitsplätze könnten laut Experten bald veraltet sein.

Der Sektor der Telekommunikationsbranche gehörte zu den ersten, die durch die Digitalisierung betroffen und verändert wurden. In den neunziger Jahren waren rund 200.000 Menschen im Gebiet der Kommunikationstechnik beschäftigt. Heute sind es 20.000. In nur 15 Jahren sind 90 Prozent der Arbeitsplätze in diesem Sektor verlorengegangen.

Die Beschäftigung bei Banken und Versicherungsunternehmen sowie bei Chemie- und Pharmaunternehmen sind wahrscheinlich das nächste Ziel der Digitalisierung. Es könnten auch Steuerberater bald durch Algorithmen ersetzt werden, während 3D-Drucker Zahnformen erstellen könnten, wodurch menschliche Zahntechniker überflüssig sein werden. Innerhalb der nächsten zwei Jahrzehnte wird laut Bitkom die Hälfte der aktuellen Stellenprofile überholt sein.

Was können Regierungen tun, um neue Arbeitsplätze zu erschaffen?

Der deutsche IT-Verband ist bei weitem nicht die erste Gruppe, die angesichts der Bedrohung des Arbeitsmarktes durch moderne Technologien Alarm schlägt. In der Vergangenheit hat die Entwicklung neuer Technologien jedoch auch neue Berufe und Arbeitsplätze für die Verwaltung der neuen Maschinentypen geschaffen.

Zum Glück können die Länder darauf entsprechend reagieren. MINT-Bildungsprogramme mit Schwerpunkt auf Wissenschaft und Technologie sind schon ein erster Schritt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Soft Skills wie Kreativität. Lebenslanges Lernen, um regelmäßig auf dem neuesten Stand der Technik zu sein sowie eine Berufsausbildung, bei der die Arbeit mit Robotern im Vordergrund steht. Das sind nur einige wichtige Schritte, die Regierungen unternehmen können, um die Arbeitnehmer darauf vorzubereiten, neue Arbeitsplätze auf dem Markt zu erschaffen.

Interessanterweise sind die Länder mit den meisten Robotern auch die reichsten und haben die niedrigsten Arbeitslosenquoten.

Klaus

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