10/20/2019
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Das Wachstum des Sportsponsorings ist offensichtlich. Heute macht es einen enormen Teil der Sportbranche aus. Der weltweite Markt für Sportsponsoring hatte im Jahr 2018 einen geschätzten Wert von über 46 Milliarden US-Dollar. Obwohl das Sponsoring in den letzten 20 Jahren ein anhaltendes Wachstum gezeigt hatte, konnte es dennoch die traditionelle Marketingausgaben wie Werbung und Verkaufsförderung übertreffen. Die Unternehmen haben längst erkannt, dass Sponsoring einen Mehrwert für ihr gesamtes Marketingportfolio darstellt.

Was wird durch Sponsorings finanziert?

Das Wachstum in den letzten Jahren hat zu zunehmender Kritik bei Sportmedien und Fans geführt. Das Problem sei, dass die Präsenz von Unternehmen im Sport die Reinheit des Wettbewerbs beeinträchtige. Das Internationale Olympische Komitee und verwandte Organisationen sind weitverbreitete Schuldige. Neinsager verweisen auf die Millionen – manchmal Milliarden – Dollar, die von globalen Marken ausgegeben werden, etwa um die Rechte zur Übertragung eines Spiels zu besitzen. Solche Sponsoring-Projekte bedeuten massive Werbung für große Unternehmen und eine Präsenz sowohl bei den Spielen als auch bei Fernsehsendungen.

Vielen Verbrauchern ist nicht bewusst, dass Patenschaften eine wesentliche Rolle bei der Finanzierung der Produktionskosten spielen. Sportorganisationen sind auf Sponsoren angewiesen, um Gelder, Produkte und Dienstleistungen bereitzustellen, die letztendlich die Rentabilität für alle Beteiligten steigern.  

Adidas, Nike und Puma wetteifern um Top-Vereine

Die europäischen Eliteteams freuen sich darauf, noch bessere Sponsoring-Verträge mit Ausrüstungslieferanten abzuschließen, die die Unterstützung für weniger erfolgreiche Clubs beschneiden. Die zehn gefragtesten Clubs in Europa erhalten mittlerweile fast dreimal so viele Sponsoring-Angebote von den großen Sportartikelherstellern wie im Jahr 2012. Allein dieses Jahr werden Nike, Adidas und Puma mehr als 633 Millionen Euro gemeinsam ausgeben, da die meisten Top-Clubs ihre Trikots, Schuhe und andere Ausrüstungsgegenstände tragen.

Die wichtigsten Sportartikelmarken sponsern immer weniger Teams, doch diejenigen, die sie sponsern, sind globale Marken wie der spanische Real Madrid und der FC Barcelona sowie der englische Manchester United und Chelsea. Große Namen wie diese verlangen auch große Preise. Adidas zahlt dem spanischen Meister Real Madrid jährlich etwa 140 Millionen Euro – das ist die weltweit lukrativste Vereinbarung für Ausrüstungslieferanten. Der zweitplatzierte FC Barcelona sammelt jährlich rund 125 Millionen Euro bei Nike. Im Vergleich dazu erhält der FC Bayern München, Deutschlands bestplatzierter Verein, „nur“ 60 Millionen Euro pro Jahr bzw. weniger als die Hälfte seiner spanischen Konkurrenten.

Adidas sieht sich mit einem Umsatz von knapp 2,5 Milliarden Euro als Marktführer im Fußballgeschäft, gefolgt von Nike mit einem Umsatz von rund 1,7 Milliarden Euro. Puma liegt mit einem Umsatz von knapp 500 Millionen Euro auf dem dritten Platz. Weltweit geben Fußballvereine jährlich rund 7 Milliarden Euro für Schuhe, Trikots, Bälle und andere Ausrüstungsgegenstände aus.

Sponsoren konzentrieren sich nur noch auf die großen Teams

Die drei weltweit führenden Hersteller von Sportausrüstung – Nike, Adidas und Puma haben ihren Ansatz geändert und konzentrieren sich derzeit auf nur wenige ausgewählte Teams pro Land. Die beiden bayerischen Sportartikelunternehmen haben nicht einmal mehr ihre lokalen Vereine Greuther Fürthand und FC Nürnberg unter Vertrag, die jeweils nur wenige Kilometer von ihrer Zentrale entfernt sind. Das ist kein Zufall, denn Fußballfans interessieren sich allgemein nicht mehr so ​​sehr für ihre lokalen Vereine und Spieler, wie für große Mannschaften wie Manchester United und Real Madrid. Es zahle sich also wirtschaftlich aus, nur mit den Top-Clubs zusammenzuarbeiten, die diese mehr Fans anziehen. So verkauft beispielsweise der Adidas-Partner Bayern München mehr Trikots als alle anderen Bundesliga-Vereine zusammen.

admin

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