10/20/2019
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  • 1:10 PM Ist das Verbot von Huawei am US-Markt eine politische Entscheidung?
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Huawei befindet sich die letzten Monate im Zentrum einer globalen Auseinandersetzung zwischen den USA und China, nachdem die Trump-Administration die chinesische Marke auf eine Art schwarze Liste gesetzt hatte. Diese Entscheidung schränkte auch direkt die Geschäftsmöglichkeiten für US-Unternehmen ein und führte zu weltweiten Auswirkungen. Dies führte u.a. dazu, dass Google den künftigen Zugriff von Huawei auf Android-Updates blockierte. Der in Großbritannien ansässige Chip-Designer ARM hat alle Aktivitäten mit der Marke eingestellt und mehrere Einzelhändler und Netzwerke auf der ganzen Welt mussten aus Angst vor Sanktionen der US-Regierung jegliche Zusammenarbeit mit Huawei beenden.

Kampf der US-Regierung gegen den chinesischen Telekommunikationsgiganten Huawei

Die USA haben lange Zeit Bedenken über Huawei und seine Verbindungen zur chinesischen Regierung geäußert. Die Trump-Regierung nimmt immer mehr Tochterunternehmen von Huawei in die schwarze Liste auf, auch wenn das Verbot für US-Unternehmen, mit Huawei Geschäfte zu tätigen, verzögert wird. Die Entscheidungen der US-Regierung sind zum Teil das Ergebnis eines eskalierenden Handelskrieges zwischen den USA und China. Sie knüpfen aber auch an langjährige Bedenken hinsichtlich möglicher Spionage durch Huawei und andere nationale Sicherheitsbedrohungen an.

Im Mai erließ Präsident Donald Trump einen Erlass, der US-amerikanischen Unternehmen den Einsatz von chinesischer Informations- und Kommunikationstechnologie verbot, da diese als nationale Sicherheitsbedrohung eingestuft wurde. Er erklärte diesbezüglich einen nationalen Notfall. Der Schritt wurde allgemein als auf Huawei gerichtet angesehen. Am selben Tag hat das Handelsministerium Huawei und 70 seiner Tochterunternehmen auf eine Handels-Blacklist gesetzt, die es jedem untersagt, Teile und Komponenten ohne Genehmigung der Regierung zu kaufen. Als Reaktion darauf begannen einige US-Firmen, sich von ihren Geschäften mit Huawei zurückzuziehen.

Wird der Verbot von Huawei wieder aufgelöst?

Im Juli drehte sich alles zu Gunsten von Huawei. Präsident Trump schlug vor, dass das Verbot von Huawei auf dem G20-Gipfel in Japan bald zu Ende sein könnte und Mitte Juli durften einige US-Unternehmen mit Huawei handeln. Die Einzelheiten dieser Lockerung des Verbots sind noch unklar, wodurch es das Unternehmen Huawei nicht leicht hat. Es stellt sich die Frage, inwiefern es bei dem Verbot von Huawei um eine politische Entscheidung und eine Machtdemonstration handle?

Während es vielversprechend war, dass die US-Regierung Unternehmen mit bereits abgeschlossenen Verträgen zulässt, Huawei 90 Tage lang weiter zu beliefern, schien die Verlängerung dieser beschränkten Lizenz Mitte August mit einer Ausweitung des Verbots auf 46 Huawei-Tochtergesellschaften diese Hoffnungen zu zerstören. Trotz all dieser Rückschläge äußerte sich der Gründer von Huawei, Ren Zhengfei, weiterhin positiv und erklärte: „Wir werden unsere Kunden mit Sicherheit weiterhin bedienen können. Unsere Massenproduktionskapazität ist riesig und die Aufnahme von Huawei in die schwarze Liste wird keine großen Auswirkungen auf uns haben.“

Was bedeutet es für die aktuellen Nutzer?

Es sieht so aus, als ob diese Verlängerung nur dazu dient, US-Unternehmen mehr Zeit zu geben, sich von Huawei zu lösen. Was bedeutet das Verbot für Kunden, die ein Huawei-Telefon haben? Die vielleicht nützlichste Information über aktuelle Huawei-Telefone ist die Aussage von Google an TechRadar: „Für die Nutzer unserer Dienste funktionieren Google Play und die Sicherheitsmaßnahmen von Google Play Protect weiterhin auf vorhandenen Huawei-Geräten“, sagte ein Sprecher. Das ist eine gute Nachricht, wenn Sie gerade viel Geld für ein Huawei P30 Pro ausgegeben haben.

Durch die vorübergehende Aufhebung des Verbots können die beiden Marken auch eine bessere Android-Unterstützung für aktuelle und zukünftige Modelle vorbereiten, sodass Huawei weiterhin in der Lage sein wird, Geschäfte zu tätigen. Seitdem hat Google seine Geschäftsbeziehung mit Huawei wieder aufgenommen.

Klaus

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